Vergangenheit

Die Pa-18 (D-EDSN) sollte den amerikanischen Streitkräften als Beobachtungsflugzeug und zum screening (Auswahl von Pilotenanwärtern) in der Ausbildung dienen. Die Maschine wurde jedoch eingemottet und erst mit Gründung der Bundeswehr 1956 stand auch die 18-3419 als 96 + 01 mit drei weiteren Maschinen bereit.

Aus den Protokollunterlagen der Lebenslaufakte geht hervor, dass unter US-Capt Harold G. Gibson am 16. Oktober 1954 eine Wägung der Maschine in Erding-AirField vorgenommen wurde. Später gesellten sich zur jungen bundesdeutschen Luftwaffe noch 36 Maschinen als Typ L 8 c mit der Luftwaffenbezeichnung Sperber hinzu. Sie dienten der Pilotenauswahl und Anfängerschulung. Die 96 + 01 war in Uetersen und seit dem 11. August 1972 der Technischen Schule der Luftwaffe (TSLw) in Kaufbeuren unterstellt.

Nach dem Dienst bei der Bundeswehr wurde die 96+01 mit Weisung des Materialamtes der Bundeswehr, Köln, vom 21. August 1978, am 14. September 1978 an die Bundeswehr-Sportfluggruppe Kaufbeuren e.V. übergeben. Wie aus der Verfügung hervorgeht waren ab diesem Zeitpunkt Wartungsarbeiten und Instandsetzung, Pflege und Wartung durch die TSLw nicht mehr zulässig. Mit Anweisung der Zentralen Einsatzleitung vom 18. Dezember 1974 wurden die BW-Sportgruppen aufgefordert an der Neuerstellung der L -18 c Dokumentation mitzuwirken. Dabei diente die 96 + 01 als Fotomodell wie auf dem Titelbild des auf den 1. September datierten neuen Bundeswehr L-18C Flight Manual zu ersehen ist.

Am 12.8.1985 wurde die 96 + 01 dem Luftsportverein Kaufbeuren übereignet und erhielt hier vom Luftfahrtbundesamt das zivile Kennzeichen D-EDSN. Die Maschine diente neben dem Segelflugzeugschlepp auch hier der Anfängerschulung. Die letzten Eintragungen im Bordbuch sind vom 25. Juni 1990. Wenig später erlitt das Flugzeug bei einem Startunfall einen Totalschaden. Bedauerlicherweise wurden auch die beiden Insassen so schwer verletzt, dass der Pilot später starb. Der hoffnungslose Zustand des Wracks veranlasste den Luftsportverein Kaufbeuren am 30. Juli 1990 beim Luftfahrtbundesamt die Löschung zu beantragen. Nach fast 10jähriger Lagerung in verschieden Scheunen und Hallen in Hessen wurden die sehr stark beschädigten Reste wie Tragflächen Restrumpf, Motor etc. mit einigen Ersatzteilen von dem neuen Besitzer erworben und mit dem Wiederaufbau begonnen.

Geschrieben am: 31. Juli 2009 von mobaer


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